EU Mythen aufgeklärt

Mythos 1: Die EU kostet Deutschland zu viel Geld

Deutschland ist pro Kopf der drittgrößte Nettozahler. Pro Einwohner sind dies 134 Euro. Deutschland bezahlt nicht nur, sondern bekommt aus Brüssel auch viel Geld. Dieses Geld wird in Forschung, Tourismus- und Umweltschutzprojekte, ländliche Entwicklung, bessere Bahnlinien und Straßen sowie in die Renovierung von Kindergärten und Schulen investiert.
Wird nur die Nettozahlung betrachtet, greift dies zu kurz. Denn die Vorteile der EU sind vielfältig.
Durch die Mitgliedschaft ist es für Deutschland beispielsweise leicht Waren in die anderen EU Mitgliedsstaaten zu exportieren. Deutschland exportierte 2016 über die Hälfte der Waren in die anderen EU Mitgliedsstaaten.
(Stand 2016)

 

Mythos 2: In Brüssel arbeitet ein aufgeblähter und hochbezahlber Beamtenapparat

In den europäischen Institutionen arbeiten etwa 50.000 Menschen. Diese sind für 510 Millionen Bürger zuständig ist. Damit kommt auf einen EU-Beamten beziehungsweise -Angestellten ungefähr 10.000 Einwohner. Zum Vergleich: Die Stadt Köln beschäftigt zum Beispiel rund 17.000 Verwaltungsbeamte. Bei einer Einwohnerzahl von ungefähr einer Million Menschen ergibt das ein Verhältnis von einem Beamten für 60 Bürger. Damit hat die EU im Verhältnis zu ihrer Größe deutlich weniger Beamte und Angestellte.
Für die Verwaltung (Gehälter, Pensionen und Übersetzungsdienste) werden in der EU lediglich 6 Prozent des gesamten EU-Haushalts ausgegeben. Die restlichen 94 Prozent kommt den Mitgliedstaaten und damit den Bürgern zu Gute. Die EU-Verwaltung kostet 8,3 Milliarden Euro pro Jahr – während die Mitgliedstaaten für ihre Verwaltungen 2200 Milliarden Euro pro Jahr ausgeben.
(Quelle)

 

Mythos 3: Gleichmacherein - Die EU vereinheitlicht alles

Beispiel Gurkenkrümmung:
Der Krümmungsradius von Gurken wurden tatsächlich eine Zeit lang festgelegt. Dies ging auf den Wunsch des Handels zurück, damit mehr Gurken in die Standardkiste passen und deren Anzahl pro Kiste leichter kontrolliert werden kann. Allerdings wurde diese Regelung bereits 2009 wieder abgeschafft.

Beispiel Traktorsitze:
Die 'Rechtsvorschrft über Umsturzschutzvorrichtungen für land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen auf Rädern' wurde auf Drängen des Freistaats Bayern erlassen.

Beispiel: Karotten sind in der EU Obst:
Karotten wurden 1979 auf den Wunsch Portugals als Obst eingestuft, damit in Portugal weiterhin Karottenmarmelade hergestellt werden kann. Als Marmelade darf in der EU nur ein Produkt bezeichnet werden, das ausschließlich aus Obst hergestellt wurde.

Diese drei Beispiele zeigen, dass nationale Behörden und Interessensgruppen Einfluss auf die Rechtssetzung der EU nehmen und somit teils absurde Regelungen mitverantworten.

 

Mythos 4: Euro gleich Teuro

Die Inflation ist geringer als zu Zeiten der D-Mark. Die Einführung des Euro nutzte der Handel teilweise zu Preiserhöhungen, allerdings hat dies nichts mit der Währung zu tun.
(Quelle)

 

Die Richtigstellung weiterer Mythen finden Sie auf den folgenden Seiten:

EU-Kommission

Europa-Union Deutschland

 

Social Media

        

Countdown bis zur Europawahl

Jetzt Mitglied werden

Jetzt Mitglied werden